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Wo wohnen wir eigentlich?


Haben Sie sich auch schon gefragt, wer sich eigentlich hinter den Strassennamen befindet, an denen unsere 2 Kolonieteile liegen?

 

Die Schubertstrasse erinnert uns an den Komponisten Franz Schubert.

Franz Schubert wurde am 31. Januar 1797 in Wien geboren. Unter ärmlichen Verhältnissen wuchs er mit zehn Geschwistern auf.
Neun weitere Geschwister starben bereits sehr jung. Sein Vater war Lehrer. Früh wurde seine ausserordentliche musikalische Begabung erkannt. Mit acht Jahren kam er zu einem Organisten in die Lehre, mit elf Jahren wurde er Hofsängerknabe und begann bereits zu komponieren. Haydn, Mozart und später besonders sein Zeitgenosse Beethoven waren seine Leitsterne. Daneben wurde er in Harmonielehre, Violine und Klavier unterrichtet. Der damals in Wien berühmte Komponist Salieri ist auf ihn aufmerksam geworden und nahm ihn als Schüler an. Salieri war von ihm so beeindruckt, dass er sagte, Gott selbst müsste eigentlich Franz unterrichten. Auf Druck seines Vaters kam der junge Franz aber ins Lehrerseminar und unterrichtete später drei Jahre an der Schule seines Vaters. Während dieser Zeit, im Alter von erst 17 Jahren, hatte er bereits über 200 Lieder, darunter "Gretchen am Spinnrad" und "Erlkönig", zwei Sinfonien und viel Kammermusik komponiert. Nach drei Jahren verliess er die Schule und widmete sich fortan nur noch der Musik. Vom Geldverdienen verstand er nichts. Er wurde von treuen Freunden unterstützt, fand gelegentlich eine Anstellung als Musiklehrer in adligen Familien. Sein Leben verlief sonst recht unspektakulär und in misslichen Verhältnissen. Bekannt und teilweise erfolgreich wurde er eigentlich nur als Liederkomponist. Die meisten seiner übrigen Kompositionen hat Schubert selbst nie gehört. Zu seinen Lebzeiten kam es nur zu ganz wenigen Konzerten mit eigenen Werken. Ein grosser Teil seines umfangreichen Schaffens wurde erst viel später in seinem Nachlass gefunden. Er hat in seinem kurzen Leben ein riesiges Gesamtwerk von über 1200 Kompositionen geschaffen, darunter 600 Lieder, neun Sinfonien, einige wenig erfolgreiche Opern, Vokalwerke, Messen, viel Kammermusik, darunter 14 Streichquartette, das Forellenquintett, das herrliche C-dur Streichquintett, ein Oktett und viel Klaviermusik. Eine besondere Genugtuung für Schubert war, dass sein Idol Beethoven Freude an seinen Werken fand. Es kam zu einigen Begegnungen zwischen den beiden grossen Komponisten. Am 29. März 1827 war Beethovens Begräbnis in Wien. 20000 Menschen sollen daran teilgenommen haben. Auf beiden Seiten des Sarges gingen Fackelträger, unter denen Schubert nebst vielen andern genannt wird. Nur anderthalb Jahre später, am 19. November 1828 starb auch Franz Schubert in Wien im Alter von nur 31 Jahren.

 

An der Stüssistrasse wohnte der Staatsschreiber und Mathematiker Heinrich Stüssi.

Über ihn ist nur wenig bekannt. Er wurde im Jahr 1842 geboren und starb im Amt als Staatsschreiber des Kantons Zürich im Jahr 1900. In den Jahren 1883 bis 1890 wohnte er an der Strasse, die im Jahr 1894 nach ihm benannt wurde. Heinrich Stüssi war als Staatsschreiber der direkte Nachfolger des Schriftstellers Gottfried Keller (Staatsschreiber von 1861 bis 1876).

 

Von Johann Jakob Scheuchzer wissen wir, dass er ein Zürcher Naturforscher und Universalgelehrter war.

Johann Jakob Scheuchzer (1672 - 1733) studierte Medizin an der Universität Altdorf bei Nürnberg. 1694 wurde er Doktor der Medizin an der Universität Utrecht. 1695, immer in Altdorf, widmete er sich mathematischen und astronomischen Studien. Daneben befasste er sich mit Botanik, Anatomie und sammelte Fossilien. Durch sein erstes Werk über fossile Pflanzen wurde er bekannt. Er widmete sich auch der Politik und der Geschichte. Trotz seines hohen Ansehens im Ausland erhielt er in Zürich erst 1733 die Stellung als Erster Stadtarzt und Professor der Mathematik und Physik am Carolinum. Johann Jakob Scheuchzer gilt als der Begründer einer breit abgestützten, wissenschaftlichen Landeskunde, die auch Geschichte, Geographie und Ethnologie umfasst. Die Grundlagen dazu schuf er 1702 - 11 mit neun grossen Alpenreisen, deren Ergebnisse er ab 1705 in der eigenen Wochenschrift "Seltsame Naturgeschichte des Schweizer-Lands" publizierte.
 

 

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